Kurz erklärt: Corporate Brand

Wer Luftblasen auf blauem Hintergrund sieht, hat sofort bestimmte Assoziationen: Handy, Mobilität, Internet, Telefonieren, O2 Arena in London, O2 Tower in München- um nur einige zu nennen. Solch eine klare Positionierung in den Köpfen aller relevanten Zielgruppen und somit am Markt ist das Ideal-Ziel einer Corporate Brand und eines Corporate Brand Managers.

Doch um dahin zu gelangen muss man davor wissen, was eigentlich eine Corporate Brand ist und was genau ein Corporate Brand Manager macht. Weiterlesen “Kurz erklärt: Corporate Brand” »

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Das Unternehmensimage

Stets eine Frage subjektiver Bewertung

Aus der Bewertung der Unternehmensidentität (bzw. aus der Bewertung der Kommunikation als Transportmittel der Identität) durch Dritte entsteht das Unternehmensimage. Im Idealfall stimmen Unternehmensidentität und Unternehmensimage überein. Das bedeutet, Dritte bewerten das Unternehmen so wie es wirklich ist. In der Praxis ist das jedoch selten der Fall. Grund ist meist eine Kommunikation, die die Unternehmensidentität unvollständig oder unpräzise wiedergibt. Nicht nur von Zielgruppe zu Zielgruppe wird ein Unternehmen oft extrem unterschiedlich beurteilt, sogar zwischen Eigenbewertung (Bewertung durch das eigene Management und die eigenen Mitarbeiter) und Fremdbewertung (Bewertung durch Außenstehende bzw. Dritte) ergeben sich in aller Regel erhebliche Diskrepanzen.

Versäumt daher ein Unternehmen auf Basis seiner Identität gezielt die Art und den Inhalt der Kommunikation zu beeinflussen, wird ein nach innen wie nach außen diffuses Image nicht nur das Verhältnis zu Markt und Öffentlichkeit beeinträchtigen, sondern mangelnde Orientierung wird auch Arbeitsfreude und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter erheblich beeinträchtigen.

Autor: Fridolin Dietrich
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Die Unternehmenskommunikation

Das Transportmittel der Identität

Die Unternehmensidentität definiert ein Selbstverständnis, das sich Dritten gegenüber tagtäglich darstellen und behaupten muss. Transportmittel ist die Unternehmenskommunikation. Sie findet unmittelbar und persönlich durch die Mitarbeiter statt im Vertrieb, Innendienst, Service usw. und indirekt und mittelbar durch Kommunikationsmittel wie Briefe, Broschüren, Anzeigen, Internet, usw. Beide Formen der Kommunikation haben direkte Auswirkungen auf die Einstellung und die Reaktion der jeweils angesprochenen Zielgruppen.

Kommunikation steuert damit Vorstellungen, die sich Dritten dann als Unternehmensidentität einprägen. Mitarbeiter sind gleichzeitig Träger und Mittler der Unternehmensidentität. Zusätzlich sind sie auch Zielgruppe der Unternehmenskommunikation. Die Bedeutung der Kommunikation auch als Motivationsfaktor wird hier besonders deutlich.

Autor: Fridolin Dietrich
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Die inszenierte Marke

Der Messestand

Noch vor 30 Jahren  waren  Messen Vertriebsveranstaltungen. Heute sind sie Inszenierungen der Marke. Früher wurde das komplette Sortiment in seiner ganzen  Breite vorgestellt – heute konzentrieren sich die Unternehmen auf den erfolgreichen Messeauftritt und die Darstellung einzelner Arbeitsproben. Ziel der Unternehmen ist es, spezielle Zielgruppen anzusprechen und den Kundennutzen in den Vordergrund zu stellen. So kann der Messestand räumlich und inhaltlich fokussiert als inszenierter Blickfang  für die anvisierte Zielgruppe gestaltet werden.

Der Messeauftritt vieler Unternehmen spiegelt allerdings häufig nichts anderes wider als einen Wirrwarr unterschiedichster Vorstellungen.

Die Verantwortung dafür liegt beim Unternehmen selbst. Berater, Messebauer, Architekten können zwar  helfen, einen Weg zu finden − als Visionär, als Mittler, als Umsetzer des Prozesses. Aber vorab sind einige ganz einfach klingende Fragen zu beantworten:

  •  Wo liegt unsere  Kompetenz?
  •  Wie klar visualisieren wir unseren Nutzen?
  • Wie eindeutig ist unser  Auftritt?
  • Welche Botschaften sind uns wichtig?
  • Wie nachvollziehbar sind unsere Botschaften?

Die vorstehende Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Sie macht deutlich: Erfolg auf der Messe ist eine Frage des in sich stimmigen Zusammenklangs von  Unternehmensauftritt (Erscheinungs- bild/Corporate Design), Unternehmensleistungen (Produkte und Dienstleistungen) und Verhalten (Verhalten von Standpersonal und Mitarbeitern).

Noch wichtiger: Der Messeauftritt macht nur Sinn, wenn er als das exakte Spiegelbild ganz bestimmter Kundenbedürfnisse erkannt und erlebt  werden kann. Jedes Unternehmen braucht dazu spezifische „Stil- elemente“, die seiner Kommunikationsarbeit auf der Messe eine individuelle, unverwechselbare Prägung geben. Diese Stilelemente müssen in der heutigen Informationsflut unverwechselbare Akzente  setzen. Produkt und Marke auf dem Messestand zu inszenieren ist ein erfolgreiches Mittel, aber nur wenn das Design nicht Selbstzweck, sondern Ausdruck des Selbstverständnisses der Marke ist.

Um das herauszufinden werden wir Experten immer häufiger gebeten, aktuelle Messeauftritte zu begutachten. Die Umsetzung des bestehenden Corporate Design in Bezug auf den Messestand steht dabei im Bewertungsblickfeld. Denn, so haben einige Kunden in den Branchen Automotive, Energie und Medien erkannt, nur ein inhaltlich gestütztes Corporate Design kann helfen, das Unternehmensselbstverständnis zu verstehen, zu vermitteln, verbal zu verdeutlichen und auf der Messe visuell zum Ausdruck zu bringen. Ein profilierter Messeauftritt ist daher mehr  als Inszenierung, er ist die Kür auf dem Weg einer Marke zur Profilierung und Differenzierung und damit zum messbaren Erfolg.

Autor: Fridolin Dietrich
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Über die “Mir san mir” Philosophie beim FC Bayern

Nicht erst seid dem Antritt von Matthias Sammer als Sport Direktor beim FC Bayern München ist viel über die Aussagen zu einer neuen Bayern Philosophie geschrieben worden. „Wahre Identität muss von innen kommen“ war eines der Zitate, die die Aufgabe besonders gut beschreibt.

Vereine sind komplexe Gebilde, in der Menschen in arbeitsteiliger Weise einer Idee nachgehen. Im Gegensatz zur individuellen „Ich-AG“ eines Fußballers gilt es eine gemeinsame Identität für einen Verein zu entwickeln, die nicht nur als Summe der Einzelteile verstanden wird, sondern vielmehr einer Idee, einer Vision Ausdruck verleiht.

Diese FC Bayern Idee soll ja in dem bekannten Drei-Wort-Satz „Mir san mir“ auf den Punkt gebracht werden. Neudeutsch sprechen wir von einem Claim. „Mir san mir“ mag heute gefällig klingen, weil er auch bekannt ist. Für eine Zukunftsausrichtung des Vereine halte ich ihn für hinderlich.

Denn beim Blick nach vorne wirkt er in seiner Tonalität als Bremse, irgendwie statisch und wenig motivierend. Auch die 16! Leitsätze des FC Bayern, die “Mir san mir” in die Wirklichkeit übersetzen sollen, erinnern in ihrer Anzahl eher an eine alte Denkweise: “Wie 10 Gebote muss es sein.” Moderne identitätsstiftende Leitlinien sind deutlich kompakter.

Es ginge auch anders. Die aktuelle Identität als aktuelles Spiegelbild der Vereinspersönlichkeit und der Wahrnehmungen im Markt muss eine Grundlage für ein aktivierendes und motivierendes Selbstverständnis des FC Bayern schaffen. Dazu gehört ein Bild aus allen Perspektiven, intern wie extern. Verein, Fans, Medien und Organisationen sind die Zielgruppen, die das Bild des FC Bayern wahrnehmen.

Deren Aussagen sind wichtig. Bestimmen kann das Selbstverständnis des FC Bayern nur der Verein selbst. Und „Mir san mir“ von und für den Verein neu interpretieren.

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5 Thesen zur Markenführung im Netz

In den Anfängen des weltweiten Internethypes formulierte das Autoren-Quartett Levine, Locke, Searls und Weinberger 95 Thesen zum Thema Marktplatz im Internet. Eine der Kernthesen des „Cluetrain Manifestes“ von 1999 lautete: „Unternehmen, die nicht realisieren, dass ihre Märkte jetzt von Mensch zu Mensch vernetzt sind, deshalb immer intelligenter werden und sich in einem permanenten Gespräch befinden, verpassen ihre wichtigste Chance.“ Wie wahr 14 Jahre später.

Wir haben 5 daraus konkretisiert.

1. Ganzheitlichkeit

Eins ist schnell klar. Eine digitale Marke kann nicht anders geführt werden als eine Analoge. Der Mensch als Kunde oder Verbraucher entscheidet sich nicht dafür oder dagegen, ob der Kontakt mit Produkt oder Marke digital oder analog stattgefunden hat. Bestes Beispiel ist Apple mit seinen „analogen“ Flag-Ship-Stores und seinen „virtuellen“ Online-Shops. Hier wird das Prinzip „Einfachheit“ in beiden Welten konsequent gelebt.

2. Dominanz

Die klassische massenmediale Einweg-Kommunikation verliert weiter an Bedeutung. Die Online-Kommunikation gewinnt zunehmend an Dominanz. Studien zeigen, dass das Internet im Hinblick auf Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit inzwischen dass wichtigste Kommunikationsmedium geworden ist. Und nicht zuletzt das Sterben der Printtitel wie „Financial Times Deutschland“ oder „Frankfurter Rundschau“ gibt uns einen Ausblick auf das, was uns noch erwartet.

 3. Konsistenz

Digitale Marken können nur dann glaubhaft vermittelt werden, wenn sie nicht nur neueste Geschäftsideen anbieten, sondern auch erlebbar machen. So spricht Amazon in seiner Vision vom „Ideal des kundenfreundlichsten Unternehmens“. Erlebbar wird das in einem nahezu reibungslosen und einfachen Bestell- und Liefervorgang sowie in Bekanntheits-, Sympathie- und Verwendungswerten die nahe 90% liegen und meist alle vergleichbaren Online-Händler hinter sich lassen.

 4. Transparenz

Digitale Markenführung setzt eine einfache und klar strukturierte Informationsarchitektur voraus. Transparenz ist hier eine Kombination von Benutzerfreundlichkeit und Zielgruppendenken. Denn das Problem ist nicht die Beschaffung von Informationen, sondern die richtige Wahrnehmung und Verarbeitung. Das ist besonders wichtig für große Konzerne mit einem komplexen Angebot.

5. Verantwortung

Die Führung von Marken im Netz ist Chefsache. Vorstand, Geschäftsführung oder Verlagsleitung müssen von Anfang an in den Prozess integriert sein. Nur wenn allen Beteiligten deutlich wird, dass die Marke auch von ganz oben getragen und gelebt wird, ist die Glaubwürdigkeit gegeben, die eine zeitgemäße digitale Marke erfordert.

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Claim, Kompetenzaussage, Slogan

Was ist das eigentlich?

Bei der gewünschten Zielgruppe Gehör finden ist leichter gesagt, als getan. Denn bei der Informationsflut, der wir heutzutage alle ausgesetzt sind, fällt es schwer als Unternehmen die Worte zu finden, mit denen man hervorsticht und mit denen man vor allem in Erinnerung bleibt. Es gibt viele Möglichkeiten, um die Marke und das Unternehmen rein textlich zu unterstreichen: den Claim, die Kompetenzaussage, der Slogan, etc.

Was ist eigentlich der Unterschied? Der Claim bzw. die Kompetenzaussage formulieren eindeutig das, was das Unternehmen oder die Marke langfristig mit seinen Kompetenzen und Werten auszeichnet. Der Slogan ist hingegen eine kurzfristige Fassung und auf Werbekampagnen bezogen.

Wichtig zu beachten ist auch die rechtliche Komponente: Claims und Kompetenzaussagen werden oft im Zusammenhang mit der Marke geschützt. Dadurch erfahren sie bestimmte schutzrechtliche Anforderungen. Slogans nicht.

Ein Claim/ eine Kompetenzaussage ist zum Beispiel:

  • Audi – Vorsprung durch Technik
  • BMW – Freude am Fahren

Ein Slogan ist zum Beispiel:

  • Der Audi A1. Der nächste große Audi.
  • Sitz, Platz, VOX.
  • Katzen würden VOX einschalten.
Autor: Stefanie Schatz
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Wie sollte die perfekte Marke sein?

Glaubwürdig und überzeugend. Aber das ist leichter gesagt, als getan. Denn eine starke Marke baut auf drei Dimensionen auf: die Leistung, das Verhalten und das Erscheinungsbild.

Eine Markenanalyse ermittelt genau diese drei Dimensionen und weist dadurch verschiedene Blickwinkel auf. Sie hat die Koordinierung dieser drei Bereiche zur Folge und zeigt dabei ein deutliches Bild, mit dem eine perfekte Marke geformt werden kann.

Beispielfragen einer Analyse könnten lauten:

  • Wie nehmen sie den Gesamtauftritt von [Musterunternehmen] wahr? (Erscheinungsbild)
  • Wie kann man Ihrer Meinung nach, das Image verbessern? (Erscheinungsbild)
  • Worin sehen Sie die Stärken von [Musterunternehmen]? (Leistung)
  • Worin sehen Sie die Schwächen von [Musterunternehmen]? (Leistung)
  • Was macht [Musterunternehmen] für Sie sympathisch? (Verhalten)
  • Welche positiven Eigenschaften fallen Ihnen zu [Musterunternehmen] ein? (Verhalten)
  • Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit [Musterunternehmen]? (Verhalten)
Autor: Stefanie Schatz
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Wohin mit Social Media?

Präsenz, Markenbekanntheit, Imagepflege und vieles mehr kann durch Social Media erfolgreich betrieben werden. Aber was genau steht hinter diesen großen Worten? Wie genau möchte ich präsent sein? Wie und mit welchem Schwerpunkt möchte ich bekannter werden und mein Image pflegen? Was macht mich besonders und einzigartig, so dass ich Aufmerksamkeit erhalte und in den Köpfen meiner Zielgruppe bleibe?

Unternehmen haben die Notwendigkeit erkannt im Internet und in den sozialen Netzwerken präsent zu sein. Jedoch denken viele nicht daran, dass sie ein genaues Ziel, eine Vision brauchen, nach der sie sich ausrichten sollten. Es fehlt die Markenidentität, die ein klares Profil vorgibt, die Vision unterstützt und eine Strategie aufzeigt.

Die entscheidende Antwort auf die Frage  ”Was macht mich besonders und einzigartig?” muss als Basis für die Social Media Strategie dienen. Nur dann wird die Marke und somit das Unternehmen erfolgreich und wiedererkannt. Denn Social Media kann nicht nur freudige Botschaften rasant verbreiten, sondern auch die Erkenntnis, dass Kunden nicht wissen wofür ein Unternehmen überhaupt steht oder keine Zielrichtung erkennen.

Autor: Stefanie Schatz
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Ein neues Jahr mit Corporate und Brand Identity

Ein frohes und gesundes neues Jahr 2013 wünscht das Corporate Identity ABC – Team!

Wir sind gespannt auf die neuen Themen und Herausforderung im Bereich Corporate und Brand Identity und freuen uns über Eure Meinungen, Fragen und Erfahrungen.

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